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Willkommen auf ewertonline.de,
meinem Blog über Schottland, Whisky, Kochen und mehr. Ich freue mich, dass Sie hierher gefunden haben.

 

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Nach dem recht intimen April 3D in lauschiger 3er Runde war der Mai 3D Treff wieder besser besucht.
Ulli führte an diesem Abend durchs Programm und natürlich starteten wir auch diesmal wieder mit unserem Adelphi Blend als Eichmarke in den Abend.

Whisky No. 1

Beim Nosing machte Whisky No. 1 erst mal einen recht zahmen Eindruck. Weich und süßlich mit einem Hauch Zitrus schmeichelte er sich erst einmal ein.
Doch dieser gute Eindruck setzte sich bei den meisten Teilnehmern des Abends beim Verkosten nicht fort. Auf der Zunge wirkte der Whisky leicht pfeffrig, bitter mit etwas Rauch und insgesamt eher flach. Fügte man dem Whisky noch etwas Wasser hinzu, verstärkte sich der pfeffrige Effekt sogar noch.

Das kam insgesamt nicht wirklich gut an und so erhielt der Whisky die niedrigste Wertung an die ich mich persönlich erinnern kann, seit ich an den 3D Treffen teilnehme.
1,6/10 Punkten bedeuteten bereits zu Beginn des Tastings eine gute Chance auf den letzten Platz des Abends.

Es handelte sich um den Cask Speyside des unabhängigen Abfüllers A.D. Rattray, 10 Jahre alt und mit 46% abgefüllt.

A.D. Rattray Cask Speyside 10 Jahre – 1,6/10 Punkten im Tasting – Bild © G. Ewert

Whisky No. 2

Das machte es für Whisky No. 2 natürlich deutlich einfacher den ersten Kandidaten des Abends auf die Plätze zu verweisen.
Auch dieser Whisky wirkte beim Nosing erst mal recht süßlich. Orangen- und Kirscharomen bestimmen das Bild. Abgerundet wird der Geruch mit Noten von Honig, Kiefern und warmen Holz.

Auf der Zunge wirkte der Whisky schön vollmundig. Er wässerte leicht die Zunge entfaltete eine schöne Süße und verabschiedete sich mit Bitterschokolade im Abgang.
Mein einziger Kritikpunkt an diesem Whisky ist eine gewisse Eindimensionalität. Ich persönlich mag komplexere Whiskys noch lieber.

Insgesamt erhielt der Whisky 5,3/10 Punkte.

Es handelte sich um die erste „echte“ Whiskyabfüllung des noch jungen Unternehmens St. Kilian aus Deutschland. Wer, so wie ich, die bisherigen Vorab-Abfüllungen kennt, wird erst mal etwas überrascht sein.

Der „One“ ist 3 Jahre alt und wurde mit 45% abgefüllt.

St. Kilian One – 5,3/10 Punkte im Tasting – Bild © G. Ewert

Whisky No. 3

Nun stellte sich natürlich die Frage wie Whisky No. 3 abschneiden würde. Beim Nosing wurde schnell klar, dass wir es hier nicht mit einem zahmen Kätzchen zu tun bekommen würden. Deutliche Raucharomen, medizinische Anmutungen und Asche bestimmen den Geruch. Auf der Zunge entwickelt der Whisky ein tolles Volumen und eine erstaunliche Süße, die mit etwas Wasser sogar noch stärker in den Vordergrund rückte. Wenn man etwas kritisieren kann, dann auch bei diesem Whisky, dass er noch etwas komplexer sein könnte.
Mit 5,9/10 Punkten konnte sich dieser gegen den St. Kilian behaupten. Es handelte sich um die STR Cask Matured Edition von Kilchoman bei der der Whisky in Rotweinfässern gelagert wurde. Eine Altersangabe gibt es bei dieser Abfüllung leider nicht, dafür wurde der Whisky mit satten 50% in die Flasche gefüllt.

Kilchoman STR – 5,9/10 Punkte im Tasting – Bild © G. Ewert

Anfang Juni hatte ich übrigens noch die Freude die Mr. Pepper’s Haggis-Night zu besuchen. Diesmal hatte man die japanische Flagge gehisst und zu japanischem Whisky gab es ein Haggis Tonkatsu mit Okonomiyaki Talern und Miso Suppe als Hauptgericht.
Wer Haggis mag und experimentierfreudig ist sollte bei der nächsten Haggis-Night mal reinschauen!

Haggis-Tonkatsu mit Okonomiyaki Talern und Miso Suppe – Bild © G. Ewert